04.12.2021 - Adventskalender-Türchen 4 · Anja Zörner - Websites & Werbung

04.12.2021 – Adventskalender-Türchen 4

Fragen über Fragen. Auch frage ich mich, ob es viele Geschenke
zum Glücklich sein braucht – und, wenn ja, welche?

Sind wir bereit für den romantischen Liebreiz der (Vor-)Weihnachtszeit?

Als ich am Mittwoch eine Kundin besuchte, präsentierte Sie mir in Ihrem Wohnzimmer all ihren Weihnachtsschmuck. Auf die Frage, wie mir die Gestaltung gefalle, antwortete ich zunächst reflexartig, artig: „super schön!“. Gleichzeitig weckte die bloße Deko in mir noch kein erhebendes wohlig-süßes weihnachtliches Glücksgefühl. Ich schob ehrlicherweise nach, dass ich einfach noch so gar nicht in Weihnachtsstimmung sei. Ich hoffe aber, dass sich das bis wir uns vor Weihnachten wiedersehen, geändert habe.

Weihnachten bedeutet für mich persönlich eben mehr als sich auf den bunten Schmuck an Decken und Wänden zu konzentrieren.

Erst die sensible Einstimmung in den weltbekannten Weihnachtszauber ermöglichen es mir, mein Mee(h)r an Gefühlen zuzulassen, den Liebreiz der Weihnacht zu erkennen, zu besingen und ganz allgemein das Fest der Liebe zu feiern. Zu nicht weniger will doch die Weihnachtszeit ermuntern. Meine Gefühle zuzulassen und zu zeigen, gelingt mir zunehmend besser – proportional mit dem Einfluss von Weihnachtsliedern und Weihnachtsfilmen. Mittlerweile kann ich es mir gut vorstellen, wie schön es sein wird, wenn ich Gisela wiedersehe; wir nach der Kreativarbeit bei gutem Essen, heißem Glühwein und Lichterschein in Ruhe beieinander sitzen – so eng es in unsicheren Coronazeiten möglich ist.

Was wünschen wir uns? Wem wollen wir etwas schenken? Sind keine Geschenke eine Lösung, um Enttäuschung zu vermeiden?

Am besten weiß ich, wie schwer es mir fällt, zu verraten, was ich mir wünsche. Mehr Liebe unter den Menschen im Umgang mit Schutzbefohlenen, den Jüngsten, den Benachteiligten, den Leidgeprüften … mehr wahres Interesse aneinander, offenere Dialoge, inspirierenden Austausch, respektvoll, geduldig, gütig. Das sind alles keine materiellen Dinge. In solche die ich für meine Arbeit und meine Work-Life-Balance wirklich brauche investiere ich selbst. Umso mehr wünsche ich mir, was ich mir selber nicht erfüllen kann, liebevolle Umfelder, einen feinfühligen, großherzigen Umgang miteinander genießen zu dürfen. Wenn ich Geschenke verschenke am liebsten pflegende Produkte zum sich selbst verwöhnen oder, um Genussmomente zu erleben beim Verzehr köstlicher Schokolade, dem Anblick farbenfroher Blumen oder dem Glas Wein am Abend. Geschenke sind Aufmerksamkeiten. Ich finde, man möge sie weder überbewerten noch unterschätzen. Denn ohne die Fähigkeit Geschenke bereiten zu wollen oder das Erleben jemals welche zu empfangen, verpassen wir jede Menge. Zumal beim Schenken Glück geteilt wird, das bekanntlich sich vergrößert, je öfter man es teilt.

In diesem Sinn … lasst uns bewusste Geschenke schenken. Beliebige können wir uns meiner Meinung nach definitiv sparen.

„Kling, Glöckchen, Klingelingeling“ ♬
♫ Die vorweihnachtliche Zeit ist eingeläutet!

Weihnachtsstimmung lässt sich bestimmt nicht willentlich steuern,
sondern am besten mit dem Herzen erfahren. Nur manchmal
braucht es länger, nicht wahr? … um klar zu sehen, um uns an die
die labende, wohltuende Kraft ausgehend von magischen Momenten
der süßen Advents- und Weihnachtszeit genüsslich zu erinnern.
Meine Freude jedenfalls über das Fest der Liebe
ist inzwischen riesengroß.

Anja Zörner

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